Am Anfang des Studiums fühlen sich viele Studierende oftmals etwas verloren. Alles ist neu – die Hochschule, das Umfeld und vielleicht auch das Leben fern von zu Hause, wo man noch kaum jemanden kennt. Das kann spannend sein, aber auch ziemlich verunsichern. Hier finden Sie Informationen und Ideen, wie Sie während des Studiums neue soziale Kontakte knüpfen und Anschluss finden können.
Grundsätzliche Tipps
Haben Sie keine zu hohen Erwartungen und versuchen Sie, es gelassen anzugehen. Denn Freundschaften entstehen nicht von heute auf morgen. Überlegen Sie sich zunächst einmal, wie Ihr soziales Umfeld aussehen sollte. Geht es Ihnen darum, während des Studiums einige Mitstudierende kennenzulernen, gemeinsam die Veranstaltungen zu besuchen und zusammen zu lernen? Oder wünschen Sie sich eher Menschen um sich, mit denen Sie ihre Freizeit verbringen können, z.B. beim Sport, bei kulturellen Anlässen oder um auszugehen? Es gibt dabei kein Richtig oder Falsch. Was man genau sucht, ist individuell sehr unterschiedlich.
Herausforderungen
Vielen fällt es in der Schulzeit leichter, Freundschaften aufzubauen und zu pflegen, da man in der Kindheit und Jugend automatisch viel Zeit mit denselben Menschen verbringt. Freundschaften entstehen so ganz natürlich. Während des Studiums ist dies oftmals nicht mehr so und es kann hilfreich sein, bewusst immer wieder Gelegenheiten zu schaffen, andere Menschen kennenzulernen. Freundschaften entstehen wie erwähnt selten sofort, sondern beginnen oft mit vielen kurzen Begegnungen – zum Beispiel in Vorlesungen, bei Gruppenarbeiten oder beim Unisport. Aus solchen kurzen Kontakten kann mit der Zeit ein regelmässiger Austausch entstehen – und irgendwann vielleicht sogar eine Freundschaft.
Wenn Sie merken, dass Sie beim Kontaktaufnehmen sehr grossen Stress empfinden – also nicht nur ein wenig Nervosität, sondern richtige Angst – hilft es, sich den Fakt in Erinnerung zu rufen, dass Angst, wenn sie lange genug anhält, von selbst wieder abnimmt. Denn Angst verbraucht Energie und diese Energie ist begrenzt. Wenn man also in einer Situation bleibt, ohne sie zu vermeiden, lässt die Angst mit der Zeit meist wieder nach.
Ein ähnlicher Effekt entsteht durch Wiederholung. Wenn man sich trotz Nervosität immer wieder in soziale Situationen begibt, kann sich der Körper langsam daran gewöhnen. Der Stress wird mit der Zeit weniger und vieles fühlt sich irgendwann deutlich leichter an.
Wenn Sie merken, dass diese Schwierigkeiten bestehen bleiben und Sie wirklich darunter leiden, kann es sehr hilfreich sein, sich Unterstützung zu holen und zum Beispiel bei uns auf der Beratungsstelle eine Einzelberatung in Anspruch zu nehmen.
Praktische Beispiele
Konkrete Ideen, wo und wie man im Studienalltag Menschen kennenlernen kann finden Sie in diesem Mindmap.